VIDEO: „Brisant“ über ein Elektrosensibelchen

Ich bin zurück bei der Arbeit, danke für Ihre Geduld!
Da ich im Urlaub die einzigen beiden Tage des Jahres erwischte, an denen in Tel Aviv ausnahmsweise mal Mistwetter herrschte, habe ich entgegen jeder Gewohnheit „Brisant“ gesehen. Und mich geärgert, dass ich keinen schnellen Computer dabei hatte, denn was ich sah musste dringend kommentiert werden.

[blip.tv ?posts_id=1071254&dest=-1]

PS (Werbung): Die ursprüngliche Aufnahme habe ich gratis mit „OnlineTVrecorder.com“ gemacht, der Qualitätsverlust liegt an youtube. Wenn auch Sie alle wichtigen deutschen TV-Sender gratis aufnehmen möchten, verwenden Sie bitte diesen Link, dann bekomme ich ein paar “Goodwill-Punkte”, mit denen das noch komfortabler geht.

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36 Antworten zu “VIDEO: „Brisant“ über ein Elektrosensibelchen

  1. Danke für den Beitrag. Was für ein Schwachfug, und wie viele glauben den Mist dann? Dank dir vielleicht ein paar weniger.

  2. Großartig, bisher dein bester Beitrag und das bedeutet eben nicht wenig.
    Super gemacht und großartig recherchiert.

  3. an den zuständigen Sach-b-arbeiter:

    Nun, dass bislang überhaupt keine schädlichen Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung nachgewiesen wurden, stimmt so auch nicht ganz.
    Eine thermische Wirkung kann sehr wohl nachgewiesen werden, so dass stundenlanges Mobiltelefonieren bei empfindlichen Personen tatsächlich kurzfristig zu leichten Kopfschmerzen evtl. auch Übelkeit führen kann.

    Was da im Film gezeigt wurde ist allerdings offensichtlicher Blödsinn und allenfalls auf einen Nocebo-Effekt zurückzuführen.

    Tatsächlich hätte man natürlich den Test aufs Exempel machen können, indem man den Mann an einem ansonsten abgeschirmten Ort einem vergleichbaren EM-Feld ausgesetzt hätte ohne ihm zu verraten, wann das Feld ein- oder ausgeschaltet ist, und seine Reaktion beobachtet hätte. Aber dann wäre ja die ganze schöne Story im Eimer gewesen.

  4. @Robin
    OK, unmittelbar neben der Händieantenne (wenige Zentimeter) wird Gewebe ein wenig erwärmt. Weiner proklamiert aber, von der allgegenwärtigen Strahlung betroffen zu sein – „die Schüler haben alle Händies“. Und das ist Bullshit, denn bekanntlich nimmt die Strahlungswirkung exponentiell zur Entfernung ab. Wie Du völlig zu recht sagst: Ein Versuchsaufbau (wenn schon, dann doppelblind), wäre leicht zu arrangieren gewesen. Ich bin aber mal so frei, über dessen Ablauf zu spekulieren: Ihm wäre einfach IMMER übel, vorgeblich wegen der hohen Strahlenbelastung auf dem Hinweg.

  5. Hi David,

    achch, ist das schön, Dich wieder als B-Arbeiter zu sehen, *schnupf*
    Und dann gleich mit so einem Highlight!
    Robin da oben hat mit seinem Testvorschlag den Rest gesagt.
    Wunderbar, da ist der Tag gleich wieder gerettet.

    Noch einen schönen solchen 🙂

  6. Erst eine kleine Portion Paranoia verleiht dem Leben wieder den richtigen Drive. Wenn da einer die Auswirkungen „des Bösen“ spürt und die anderen nicht, macht das einen nicht zu etwas Besonderem? Dann geht einem jedem Tag ein Licht auf, morgens im Osten und die Sonne scheint nur noch wegen einer einzigen Person zu scheinen. Man muss sich nur genug verfolgt fühlen, dann fühlt man auch die Handystrahlen. Und die Strahlen der Wasserleitungen unter der Erde. Und die bösen Schwingungen der Gegenüber.

  7. „bekanntlich nimmt die Strahlungswirkung exponentiell zur Entfernung ab“

    Dieses physikalische Gesetz gilt spätestens seit letztem Herbst nicht mehr, als schon wieder kleine Kinder im Umkreis von AKWs durch Strahlung derselben dahingerafft sein sollten, während sich die Mitarbeiter _im_ Kraftwerk offenbar bester Gesundheit erfreuen – oder warum hört man von deren Befinden nie etwas? Es müßten doch Menschen, die 10-12 Stunden am Tag direkt an der Strahlenquelle sind, umfallen wie die Fliegen, wenn einige Kilometer davon entfernt tatsächlich noch Schädigungen durch eben jene Strahlung stattfinden würden.

  8. Pingback: links for 2008-02-09 « Gedankengut.

  9. @Gedankengut
    Ich spreche Herrn Weiner nicht ab, ein Problem zu haben. Ich benenne es präzise als gravierende Psychosomatose, die seine Lebensqualität massiv beeinflusst. Ich bestreite nur, dass seine Krankheit eine körperliche Ursache hat, nicht deren Existenz. Ein Beispiel, das Jedermann nachvollziehen kann: Man setze sich als kerngesunder Mensch in das Wartezimmer eines Dermatologen und stoppe die Minuten, bis das Jucken beginnt: Et voilà!

  10. Pingback: der presseschauer » Elektrosmog Einbildung oder Realtät?

  11. @Presseschauer
    Einspruch. Händies retten Leben, jeden Tag hundertfach, unbestreitbar. Frage einen Notfallmediziner, Feuerwehrmann oder Polizisten. Selbst wenn sie minimal karzinogen wären – was sie nach aktuellem, gründlich erforschtem Wissensstand nicht sind – wäre die Gesamtbilanz positiv. Der Vergleich mit Zigaretten ist also Bullshit, denn die sind ein Suchtmittel ohne irgendeine positive Wirkung für Leib und Leben. (Allerdings ein extrem stylishes, muss ich zugeben.) Ist jemals etwas „ausreichend wissenschaftlich erforscht“? Gewiss nicht, wenn wir die Forscher fragen, die auch ihre Miete bezahlen müssen. Auch meiner Meinung nach kann man gar nicht genug forschen, an Wissenschaft zu sparen wäre Irrsinn. Dennoch fürchte ich, dass man eine Massenpsychose eher verschlimmert, wenn man sie zu ernst nimmt. Dass Nokia sich darauf einstellt, auch daran noch zu verdienen, bestärkt mich in meinem Entschluss, Nokiaaktien zu kaufen.

  12. Der eigentliche Skandal ist ja, dass diesem Typen, egal ob nun mit Psychose oder als Simulant, in ner Realschule ein Forum fuer seinen Quatsch geboten wird.
    der einladende Klassenlehrer muss auch nicht mehr alle – wie du sagst – Latten im Zaun haben.

  13. @Tobias
    Stimmt natürlich. Aber mich wundert das keineswegs – willkommen in Freiburg!

  14. Hervorragende Kleiderwahl! So ein Moshe Konterfei besorge ich mir auch.
    Thumbs up!

  15. @ollib
    Endlich merkts einer 🙂 Anushka Hauerstock freut sich über Deine Bestellung unter http://www.israelmilitary.com
    Hat den Laden von ihrem Vater übernommen, ist eigentlich studierte Journalistin und sowohl optisch als auch vom Unterhaltungsfaktor eine zweite Sarah Silverman.

  16. Nun… Ich will nicht sagen, dass es nicht Dinge zwischen Himmel und Erde geben könnte, die und so weiter und so fort. Aber, angenommen sein Problem wäre echt (und ich meine die tatsächliche, physische Ursache), so würde ich ihn als sofortigen Kandidaten für Tom vom Bestatterweblog handeln. Denn dass seine Probleme dann NUR auf Handystrahlung zurückzuführen sind, halte ich dann für EXTREM unwahrscheinlich. Und spätestens wenn man Richtung Satelliten geht, wirds mit dem absoluten Funkloch schwierig.

    Erinnert mich an nen Vortrag, den ich mal über Digitalfunk gehört hab. Quintessenz: Digitalfunk ist viel viel böser als Analogfunk! Begründung: Der Vogel hat das Signal eines Digitalfunkgeräts auf nem analogen Gerät ausgegeben. Das hört sich natürlich absolut ekelhaft an. Daraus schlussfolgern wird: „Man erkennt schon am Klang, dass das für den Körper sehr viel schrecklicher ist.“ Jawollja!
    Gleichzeitig war der Vortragende da so sensibel, dass er sich durch die Strahlung, die durch den Stromfluss in seinem Batteriewecker hervorgerufen wurde, im Schlaf stören ließ. Ja, das klingt logisch. Wie war das noch mit Gleichstrom und elektromagnetischen Feldern? Ich hätte dem Mann gern empfohlen, nen Digitalwecker zu kaufen, dann stört das Ticken auch nicht mehr…

    Den Vogel abgeschossen hat jedoch ein Anwesender, der eingeworfen hat, dass Kommunikation über Gravitationswellen ja bereits lange möglich (und vollkommen harmlos) wäre, dies aber von der Mobilfunkindustrie unterdrückt wird, weil man dann die Anrufenden nicht mehr orten könnte. Könnte dem Mann bitte jemand ne Einladung zur Besichtigung des nächsten Gravitationswellendetektors zukommen lassen? Wenn er damit dann ein Handy aufgebaut kriegt, hat der Mann meinen Respekt. Weiterhin sollte er mir dann bitte noch bestätigen, wie er die beiden Sterne, die nötig wären, passende Wellen zu erzeugen, als vollkommen harmlos verkaufen kann…

    PS: Ne kleine Kritik hab ich dann doch: Elektromagnetische Strahlung nimmt nicht exponentiell mit der Entfernung ab, sondern „nur“ quadratisch.

  17. @ crotaphytus
    Die Gravitationswellenidee war mir gänzlich neu – sensationell!
    Und Du hast natürlich recht, quadratisch, nicht exponentiell. Aber eben auch nicht nur linear 😉

  18. >>Ich spreche Herrn Weiner nicht ab, ein Problem zu haben. Ich benenne es präzise als gravierende Psychosomatose, die seine Lebensqualität massiv beeinflusst. Ich bestreite nur, dass seine Krankheit eine körperliche Ursache hat, nicht deren Existenz. <<

    Da Sie wahrscheinlich über Gottgleiche Kräfte oder Hellseherisches Vermögen verfügen können Sie natürlich problemlos solche Ferndiagnosen stellen. Der Fall dieses Herrn ist natürlich sehr extrem doch ebenso unnachvollziehbar für Leute die es nicht betrifft. Um bei Ihrem Wortschatz zu bleiben erzählen natürlich auch vielfältige weitere und wesentlich „objektivere“ Quellen einfach nur „Bullshit“
    http://www.elektrosmognews.de/ Appelle von 100ern Medizinern
    – Tatsachen wie das „GeldrollenPhänomen“
    – Die Tatsache das Immobilien im Einzugsbereich einer Mobilfunkantenne um ca. 25 % an wert verlieren
    – Das Leukämie durch niederfrequenz, die auch lange bestritten wurde mittlerweile als bewiesen gilt
    http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2007/01/30/a0131
    – das sich Mobilfunkunternehmen bezüglich dieser Gefahr nicht rückversichern können
    etc. etc. etc.
    Aber da Sie ein ganz schlauer sind glauben Sie natürlich lieber Studien die von Mobilfunkunternehmen finanziert werden um einen Multimilliardemarkt abzusichern und stellen es dann für ebenso „unwissende“ dar als wäre Ihre Meinung der Weisheit letzter Schluss.
    Über diesen Artikel werde Sie in einigen Jahren (vielleicht auch Jahrzehnten) ganz anders denken, das wage ich nun einfach mal zu prophezeien…

  19. @anywhere
    Den „Freiburger Apell“ der Ärzte kenne ich und er ist kompletter Nonsense. Wischiwaschiformulierungen ohne jede belastbare Zahl.
    „- Die Tatsache das Immobilien im Einzugsbereich einer Mobilfunkantenne um ca. 25 % an wert verlieren“, zeigt lediglich, dass die Massenpsychose bereits um sich greift. (In Freiburg dürfen Mobilfunkmasten nicht mehr AUF Kindergärten und Altersheimen stehen – dabei strahlen die Dinger nicht nach unten, sondern zur Seite – so viel zum wissenschaftlichen Sachverstand der Mobilfunkgegner.)

    Gegen Ihre Prognose wette ich gern um eine Kiste Golanwein – nennen Sie mir den Zeitraum und ich schlage sofort ein. Sollten Sie hingegen mal die Hilfe eines Notarztes, Polizisten oder der Feuerwehr benötigen, werden Sie ihren Standpunkt vielleicht überdenken.

    Man stelle sich vor, heute würde jemand vorschlagen, flächendeckend Gasleitungen durch die Städte zu ziehen oder Stromkabel… Zum Glück gibt es beides schon seit hundert Jahren, heute würde es sofort von einer psychotischen Bürgerinitiative verhindert.

  20. Mir fällt bei einem kurzen Blick auf die Ärzteappelle auf: Bei den Preussen gibts das kaum. Lucky me.

  21. >>Sollten Sie hingegen mal die Hilfe eines Notarztes, Polizisten oder der Feuerwehr benötigen, werden Sie ihren Standpunkt vielleicht überdenken. <>Wischiwaschiformulierungen
    Diese Wischiwaschiformulierung hätte mich bei adäquater Publikation 4 Jahre früher von einem schlich nicht Lebenstauglichen Zustand befreit… bzw. hätte ich diesen früher abmildern können…

    >>>Mir fällt bei einem kurzen Blick auf die Ärzteappelle auf: Bei den Preussen gibts das kaum. Lucky me.<<<

    Gut erkannt. Bei dieser Sache spielt natürlich die Genetik und die Körperlichen Bedingungen eine wesentliche Rolle sonst würde es ja alle gleichermaßen betreffen. Es gibt dabei insgesamt ein Nord-Süd-Gefälle…

  22. Blond, blauäugig, strahlenresistent? Ich bin versucht, eher an ein Rationalitätsgefälle zu glauben.

  23. >>Sollten Sie hingegen mal die Hilfe eines Notarztes, Polizisten oder der Feuerwehr benötigen, werden Sie ihren Standpunkt vielleicht überdenken.

    Ist natürlich ein schönes Argument und als solches auch verständlich doch im „worst case“-Fall schlichtweg Augenwischerei.

    >>AUF Kindergärten und Altersheimen stehen – dabei strahlen die Dinger nicht nach unten, sondern zur Seite

    Schon wieder eine unhaltbare Aussage, die suggeriert das es unter Antennen „besser“ sei. Haben Sie diese Situation mit entsprechendem technischen Gerät schon mal gemessen?
    Jetzt noch ein Insidertipp insoweit ein „Elektronsensibler“ nicht Strahlung generell verfluchen sollte. Nicht die Strahlenhöhe allein ist das ausschlaggebende Problem sondern die Art.

    P.S. Das Comment-Tool verschluckt Textteile deswegen habe ich das nochmal geschrieben…

  24. >>Blond, blauäugig, strahlenresistent? Ich bin versucht, eher an ein Rationalitätsgefälle zu glauben.

    Ich würde mich auf einer Rationalitätsskala, on top einstufen. Genau diese Tatsache hat mich die Situation mitunter so lange verkennen lassen…

    >>Man stelle sich vor, heute würde jemand vorschlagen, flächendeckend Gasleitungen durch die Städte zu ziehen oder Stromkabel

    Zu recht! Wie bereits erwähnt erzeugt Niederfrequenz-Elektrosmog von Überlandkabeln etc. nachweislich Blutkrebs wenn die genetischen Voraussetzungen passen.

    Aber ich verstehe euch. Wenn ich es nicht selbst hätte würde ich es wohl auch nicht glauben (können oder wollen)…

  25. das mobilfunktelefone „strahlen“ merkt wohl jeder, der damit telfoniert. man bekommt „heiße ohren“.
    und wie david angemerkt hat, nimmt diese strahlung expotentiell ab.

    interessant ist aber, daß die größte strahlen“belastung“ von rundfunkstrahlenquellen ausgeht.
    daran stört sich niemand. gibts ja auch schon immer und hat offenbar niemandem geschadet.
    http://www.connect.de/themen_spezial/79454/con_0308_BLStrahlung.pdf

  26. >>Blond, blauäugig, strahlenresistent?
    Ach noch was 😉
    Die Tatsache das ihr nichts spürt, heißt nicht, dass nichts passiert!

  27. @anywhere 24
    Es ist unter Antennen nicht besser. Oder schlechter. Es ist scheißegal. Aber danke für das erfrischende Eingeständnis, dass Ihnen eine Welt mit Kerzenlicht und Kaminfeuer lieber wäre. (Wobei – Feinstaub!) Wie wär’s mit einem Umzug nach Nordkorea? Da gibt’s kein Händienetz und auch sonst eigentlich nichts, was das Leben lebenswert macht. Aber zünftige Hungersnöte.

  28. >>erfrischende Eingeständnis, dass Ihnen eine Welt mit Kerzenlicht und Kaminfeuer lieber wäre.

    Wo steht das?

    >>(Wobei – Feinstaub!) Wie wär’s mit einem Umzug nach Nordkorea?

    Hä?

    >>was das Leben lebenswert macht.

    Sorry, aber wieviel Verständnis muss man Aufbringen um zu begreifen das dies nicht auf alle (!) zutrifft und sich die Gegenseite, selbst wenn Sie wollte nicht neutral Verhalten könnte.

    Selbst bei der von Ihnen unterstellten „Paranoia“ würde dem nicht so sein…

  29. Direkt unter der Antenne wärs in der Tat besser, als voll danebenzustehen. Denn die Dingern strahlen nun mal nicht in alle Raumrichtungen gleich stark ab.

    Daneben wäre es sinnvoll, möglichst viele Masten aufzustellen. Dann liese sich jeder einzelne nämlich mit geringerer Leistung betreiben und man hätte ne möglichst einheitliche, flächendeckende Strahlung.

    PS: Ich hab mir mal ein paar der verlinkten Sachen durchgelesen. Nach dem Elektromeister, der erklärt hat, dass getönte Scheiben zur Abschirmung helfen, weil die Strahlung den Gesetzen der Optik folgt, hab ichs wieder aufgegeben…
    Natürlich hat der Mann prinzipiell Recht, wobei er eher sagen müsste, dass das Licht den Gesetzen elektromagnetischer Strahlung unterworfen ist. Damit aber dann quasi suggerieren zu wollen, dass alles, wo kein Licht durchkommt, auch keine EM-Strahlung durchlässt ist einfach nur schwachsinnig.

  30. Pingback: Böse, böse Handystrahlung « Stargazers Blog

  31. @ David.
    Bestellt und Anushka wird beim nächsten Aufenthalt definitiv besucht. Rechtherzliches Dankeschön.

  32. Das Wohnwagenmotiv scheint zu den Standards des Genres zu gehören. Am vergangenen Mittwoch war es im ZDF zu sehen, in einer ganz und gar unkritischen Reportage über Menschen, die ein ähnliches Problem mit Duftstoffen haben: der Film aus der Reihe 37 Grad beschäftigte sich mit MCS, einer Krankheit, die seltsamerweise nur durch Stoffe ausgelöst wird, die man riechen kann. Das war jedenfalls der Eindruck, den die Reportage bei mir hinterließ. Interessant ist übrigens auch die unterschiedliche Distanz des deutschen und des englischen Wikipedia-Artikels zum Thema. Akzeptierende Sozialarbeit, anyone?

  33. Man bekommt beim längerem Mobilfunktelefonieren zwar heiße Ohren – dass liegt aber nur zum kleinsten Teil an den abgestrahlten Funkwellen sondern einfach daran, dass auch die Elektronik des Handy Abwärme erzeugt.
    Kennt man z.B. auch von Laptops (=“Schenkelwärmer“) – auch wenn diese kein WLan haben….

    Kleine Rechnung:
    Ein Handy sendet mit circa 1 Watt.
    Von diesem Watt würden 50% vom Kopf absorbiert (ein bisschen was muß ja zum Telefonieren übrigbleiben…)
    Bleiben 0.5 Watt um die Birne zu erwärmen. (In Wirklichkeit wohl deutlich weniger).
    Nun stelle man sich einen Tauchsieder vor, der eine Leistung von 0.5 Watt hat und versuche damit einen Liter Flüssigkeit zu erwärmen …

  34. Pingback: Studien über Handystrahlung gefälscht » Der fiese Admin

  35. @David

    Man kann Ihnen zwar kaum bescheinigen, dass Ihr Beitrag hier zur sachlichen Diskussion des Themas beiträgt, aber die Vorlage der „Brisant“ Redaktion macht es einem tatsächlich etwas schwer, darauf zu antworten und dabei sachlich zu bleiben.

    Ich will trotzdem versuchen, ein Paar wie ich meine sachliche Argumente zum Thema beizufügen.

    Punkt 1. In der medizinischen Diagnostik gibt es „Elektrosensibilität“ tatsächlich, sie wird im ICD Katalog unter „Potentielle Gesundheitsrisiken“ eingestuft, als sogenannte Zusatz- oder Z-Diagnose (ICD-Code Z58). Z-Diagnosen sind Belastungsfaktoren und kommen dann zum Einsatz, wenn sich keine organischen Ursachen für eine spezifische Symptomatik finden lassen. Z-Diagnosen werden in der Anamnese, d.h. durch Befragung des Patienten erfasst.
    Insofern ist ein medizinischer Befund mit dieser Zusatz-Diagnose ein ganz normaler Vorgang, wenn ein Patient sich mit Krankheitssymptomen vorstellt und elektromagnetische Strahlung als deren geglaubte Ursache angibt.

    Punkt 2. Die „Brisant“ Redaktion untermauert die Geschichte mit dem Auftritt eines offensichtlich seriösen Mediziners der renommierten Elite-Uni Freiburg. Stutzig macht aber, dass der Sprecher in einem Nebensatz einräumt, der Arzt hier äußere nur seine persönliche Meinung, was bedeutet er spricht keineswegs im Namen der Uni Freiburg.
    Eine kurze Internet-Recherche bringt denn auch zutage, dass der private Herr Joachim Mutter ein in der Szene durchaus bekannter Fürsprecher der Elektrosensiblen ist, der zum Thema publiziert und gern gesehen ist als Referent auf Veranstaltungen von Mobilfunkgegnern. Dabei nicht selten in seinem Schlepptau, wie passend, ein besonders bemitleidenswertes Exemplar der Mobilfunk-Geschädigten: Ulrich Weiner. DVDs mit Vorträgen der beiden kann man im Internet bestellen.

    Punkt 3. Gehen wir die Sachlage doch einmal ganz pragmatisch an: Ein Mensch, der überzeugt ist, elektrosensibel zu sein und sich von einem eingeschalteten Handy in seiner Nähe massiv beeinträchtigt fühlt, so ein Mensch muss doch in der Lage sein, unter Testbedingungen in einem abgeschirmten Raum mit sich und einem Handy alleingelassen zu erspüren, ob dieses Handy eingeschaltet ist oder nicht. Tatsächlich haben sowohl das Fraunhofer Institut als auch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in zwei unabhängigen Studien (zweiter Link hier) untersucht, ob das irgendein Mensch kann.
    Man hat dazu intensiv nach elektrosensiblen Menschen gesucht, die sich diesem Test unterziehen würden. Beide Studien kamen zum selben Ergebnis: keiner der Probanden war in der Lage, die Trefferquote von 50 Prozent zu übertreffen, die man auch durch einfaches Raten erreicht. Das heißt, zumindest unter den getesteten Personen gab es keine, die wirklich erspüren kann, ob ein Handy in seiner Nähe eingeschaltet ist. Was natürlich nicht beweist, dass es weltweit niemanden gibt, der das vielleicht kann. Ob Herr Ulrich Weiner unter den Testkandidaten war, ist nicht bekannt.

    Eine Teilnahme an so einem Test könnte sich potentiell lohnen. Ein von James Randi ausgelobter Preis in Höhe von 1 Million Dollar für den ersten wissenschaftlichen Nachweis übernatürlicher Fähigkeiten schließt die Fähigkeit des Erspürens von Mobilfunkstrahlung durchaus mit ein.

    Nachtrag: Auch ich bin überzeugt, dass es das Phänomen „Elektrosensibilität“ tatsächlich gibt, und dass einige Menschen extrem darunter leiden können. Diese Leute sind genauso wenig „Spinner“ wie jemand ein Spinner ist, der unter Höhenangst leidet. Ein umsichtiger Arzt wird jedem Elektrosensiblen empfehlen, elektromagnetische Strahlung zu meiden, genauso wie er dem Patienten mit Höhenangst empfiehlt, große Höhen zu meiden. Gleichzeitig sollte aber nicht nur der Arzt, sondern auch und insbesondere das persönliche Umfeld einer betroffenen Person darauf hinwirken, eventuelle psychologische Ursachen herauszufiltern.

  36. Pingback: Studien über Handystrahlung gefälscht : Boah Alter

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