Tagestipps 29.11.07 (mit Servicelinks)

Pocherlosschmidtmoderierte Burdagala: Bambi, ARD, 20:15 Uhr – 22:30 Uhr (Gratis aufnehmen)
Anmerkung des Bildschirmarbeiters: Auch wenn man Henry Maske (Bambi fürs Comeback des Jahres) eigentlich nicht sehen muss – wer am Freitag beim Klatsch mitreden will, sollte einschalten. Vielleicht vermag Schmidt ja zu begeistern…

Geschichtsdoku: Das Reichsorchester, ARD, 23:00 Uhr – 23:45 Uhr (Gratis aufzeichnen)

In diesem Jahr feiern die Berliner Philharmoniker, eines der berühmtesten Orchester weltweit, ihr 125jähriges Bestehen. Anlass, einen Blick auf ein bislang eher unbekanntes Kapitel seiner Geschichte zu werfen: auf die Jahre zwischen 1933 und 1945. Finanziert durch das Deutsche Reich, waren die Philharmoniker das deutsche Vorzeigeorchester und somit Repräsentanten des nationalsozialistischen Regimes.
Die Dokumentation von Enrique Sánchez Lansch untersucht zum ersten mal die Rolle des weltberühmten Orchesters in der Zeit des Nationalsozialismus. Wie war es, Mitglied der Berliner Philharmoniker zu sein, als das Orchester umworben war und eingespannt wurde für einen Kulturkampf, der in seinem aggressiven Antisemitismus gegenüber den Musikern und deren Familien nicht Halt machte?
Blieb die damalige Philharmonie am Anhalter Bahnhof eine Bastion künstlerischer Selbstbestimmung oder geriet das Orchester unweigerlich in den Griff nationalsozialistischer Propaganda?
Schon kurz nach der Machtergreifung sicherte sich Joseph Goebbels den vollen Einfluss auf die Berliner Philharmoniker und unterstellte sie seinem Ministerium. Eine wirtschaftliche Schieflage des bis dahin unabhängigen Orchesters hatte diesen schnellen Zugriff ermöglicht.

Von nun an gab es kein Entrinnen mehr: Die Berliner Philharmoniker umrahmten die Reichsparteitage in Nürnberg und die Olympischen Spiele 1936 musikalisch; Hitler und Goebbels hielten viele ihrer Reden direkt vom Orchesterpodium aus; regelmäßig gab es Konzerte für das Winterhilfswerk und die KDF-Bewegung.
Zahlreiche Auslandsreisen sollten die Verbindung von deutscher Erneuerung und Hochkultur eindrucksvoll unter Beweis stellen.
Wie es dazu kam und warum trotzdem eine umfassende Nazifizierung des Orchesters ausblieb, beschreibt Enrique Sánchez Lansch in einer Dokumentation, die sich auf persönliche Erinnerungen ehemaliger Orchestermitglieder und deren Angehöriger stützt.
Enrique Sánchez Lansch, Jahrgang 1963, ist ausgebildeter Opernsänger und spezialisierte sich nach Regieassistenzen ab 1988 auf Filme über klassische Musik, Oper und Tanz.
Gemeinsam mit Thomas Grube drehte er den vielfach preisgekrönten Dokumentarfilm „Rhythm is it!“.

International berühmte Kochshow: Gordon Ramsey, DMAX, 21:15 Uhr – 22:15 Uhr (Gratis aufnehmen)
Anmerkung des Bildschirmarbeiters: Ramsey ist das Rach-Original, einer von drei britischen Köchen, die mit drei Michelinsternen ausgezeichnet wurden. Über seinen Werdegang in Amerika berichtet der New Yorker in diesem hochinteressanten Artikel: The Taming of the Chef.

Um die Aufnahmelinks zu verwenden, müssen Sie sich erst beim exorbitant praktischen Onlinetvrecorder registrieren (kostet nichts), wenn Sie dafür diesen Link verwenden, erhalte ich „Goodwillpunkte“, mit denen das noch komfortabler geht – was mir die Arbeit hier erleichtert.

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