Tagestipps (mit Servicelinks)

DDR-Drama: Die Todesautomatik, ZDF, 20:15 Uhr – 21:45 Uhr (Gratis aufnehmen)

August 1961, Strausberg bei Berlin. Bei einem Ausflug nach West-Berlin kommen der 17-jährige Lutz Lenarth und seine Clique nicht weit: An der Grenze werden sie von bewaffneten Soldaten zurück gewiesen. In Berlin hat der Mauerbau begonnen. Voller Zorn und Entrüstung lassen die vier Jungs in der darauffolgenden Nacht ihrem Protest freien Lauf, malen antikommunistische Parolen an Wände und Schaufenster und zünden auf dem Festplatz in Strausberg ein leerstehendes Zelt an. Dies bleibt nicht ohne Folgen. Am nächsten Morgen reißt die Staatssicherheit Lutz und seine Freunde unsanft aus dem Schlaf und zwingt sie in zermürbenden Verhören zu Geständnissen, die ihre angeblich organisierte staatsfeindliche Tätigkeit belegen sollen. In einem Schauprozess werden die Jugendlichen zu Höchststrafen verurteilt: Lutz und Manfred, die eine besonders innige Freundschaft miteinander verbindet, erhalten lebenslang, doch sie werden im Laufe der grausamen Haftzeit voneinander getrennt.
13 Jahre später wird Lutz von der Bundesregierung freigekauft. Er geht nach Hamburg und findet dort Arbeit auf einer Werft. Eines Tages wird er von einem Mann am Werkstor abgefangen – Manfred. Der Jugendfreund war schon einige Jahre zuvor freigekauft worden und hat inzwischen eine eigene Autowerkstatt und eine attraktive Freundin, Sigrid. Lutz bewundert seinen Freund. Für ihn beginnt eine unbeschwerte Zeit. Doch dann eröffnet Manfred Lutz, dass er als Fluchthelfer tätig ist. Lutz ist entsetzt. Er kann nicht verstehen, wie sich sein Freund nach den langen, harten Jahren im Gefängnis der Gefahr einer erneuten Verhaftung aussetzen kann. Manfred jedoch lässt sich nicht beirren und gewinnt Lutz sogar als zukünftigen Begleiter bei seinen „Grenzgängen“. Einer der nächsten Flüchtlinge soll ihr alter Freund Bernd sein. Doch dieser erscheint nicht alleine am verabredeten Treff-punkt, sondern hat seine schwangere Freundin Regine mitgebracht. So kommt es unverhofft zu einem Wiedersehen der alten Clique aus Jugendzeiten – nur Philip fehlt.
Manfred ist wie besessen in seinem persönlichen Kampf gegen die DDR und wendet seine Aufmerksamkeit den Grenzanlagen an der deutsch-deutschen Grenze zu. Er will die Existenz von Selbstschussanlagen, sogenannten Todesautomaten, beweisen und überredet Lutz, in einer Nacht- und Nebelaktion einen der Automaten zu demontieren. Die Aktion gelingt. Stolz präsentieren die beiden Freunde ihre gefährliche Beute einem Nachrichtenmagazin. Doch ihre Geschichte wird wider Erwarten nicht groß heraus gebracht. Kurz nach der Demontageder Selbstschussanlage erhält Lutz überraschenden Besuch von Philip. Dieser warnt ihn vor der Staatssicherheit und bittet ihn inständig, er und Manfred mögen von weiteren Aktionen an der Grenze absehen.
Der Film basiert in weiten Teilen auf wahren Begebenheiten. 1976 wurde Michael Gartenschläger an der deutsch-deutschen Grenze bei dem wiederholten Versuch, eines der Selbstschussgeräte zu demontieren, von einem Stasi-Sonderkommando erschossen. Seine Lebensgeschichte wurde von seinem damaligen Freund und Komplizen Lothar Lienicke und dem Autor Franz Bludau aufgezeichnet. Der Film fiktionalisiert die Ereignisse von damals.

Cineastenkult: Being John Malkovich, Tele 5, 20:15 Uhr – 22:35 Uhr (Gratis aufnehmen)

Craig Schwartz ist ein begabter, aber erfolgloser Puppenspieler. Von seinem Publikum wird er meist nur ignoriert, da seine kopflastigen Darbietungen ebenso melancholisch wie anspruchsvoll sind. Auch die Beziehung mit seiner Frau Lotte verläuft unglücklich. Sie kümmert sich mehr um zahlreiche Tiere, welche sie in ihrer Wohnung betreut, als um ihn. Auf ihre Anregung hin bewirbt er sich für einen Job bei einer Firma im Stockwerk 7½ eines Bürogebäudes in Manhattan. Der Film nimmt hier eine erste surreale Wendung: Das Stockwerk ist nur mit einem Notstopp des Fahrstuhls erreichbar und ist nur halb so hoch wie normal. Alle Angestellten müssen sich beim Gehen beständig bücken. Craig bekommt die Stelle und begegnet einer reizvollen Kollegin, Maxine. Seinen Avancen gegenüber verhält sie sich aber nur belustigt und kühl.
Kurze Zeit später entdeckt Craig durch Zufall eine kleine Tür hinter einem Aktenschrank, die direkt in den Kopf des Schauspielers John Malkovich führt. Durch einen Tunnel wird Craig in den Schauspieler regelrecht eingesogen. Er fühlt und sieht wie John Malkovich und nimmt als Beobachter direkt an dessen Leben teil. Der absurde Trip dauert 15 Minuten, danach wird Craig mitten aus dem Nichts neben dem New Jersey Turnpike, einer Autobahn von New York Richtung Süden, wieder hinausgeschleudert…

Anmerkung des Bildschirmarbeiters: Unendlich abgefahren, schlau, originell, unbedingt sehenswert. Einer der wenigen Filme, die ich auf DVD besitze.

Urbanes Leben: Europas Metropolen, Phoenix, 20:15 Uhr – 21:45 Uhr (Gratis aufnehmen)

In „Europas Metropolen – Was Städte boomen lässt“ stellt PHOENIX große europäische Metropolen in den Mittelpunkt: Sie sind Schmelztiegel von Forschung, Innovation und Wirtschaftskraft und zugleich Zentrum wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Umbrüche. Durch die fortschreitende Globalisierung stehen sie im weltweiten Wettbewerb und müssen Wege und Maßnahmen entwickeln, die Führung in möglichst vielen Zukunftsmärkten zu erobern, zu sichern und auszubauen. Wie meistern die großen europäischen Städte die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts?
Die PHOENIX-Spezial-Sendung wird in der Mega-City London produziert.
Metropolen, die erfolgreiche Wirtschaftsstandorte sind, wie London, Helsinki, Breslau und München werden von Korrespondenten vor Ort vorgestellt und deren Lösungsansätze in einer Expertenrunde diskutiert.

Um die Aufnahmelinks zu verwenden, müssen Sie sich erst beim exorbitant praktischen Onlinetvrecorder registrieren (kostet nichts), wenn Sie dafür diesen Link verwenden, erhalte ich „Goodwillpunkte“, mit denen das noch komfortabler geht – was mir die Arbeit hier erleichtert.

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