Hubert Burda über GEZ-finanzierte Online-Kunkurrenz

SPON berichtet:

Jürgen Doetz, Präsident des privaten Interessenverbandes VPRT, betonte zu Schächters Ankündigung, das letzte Wort dazu hätten immer noch die Länder. „Es bedarf eines soliden Verfahrens“, sagte Doetz. Wolf-Dieter Ring, Chef der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien, ergänzte, ARD und ZDF hätten in einer „Selbstbindung“ 2004 beschlossen, nicht über die bestehende Zahl von TV- und Hörfunkprogrammen hinauszugehen.
Unterdessen bezeichnete der Verleger Hubert Burda das Verhältnis zwischen den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und den privatwirtschaftlich operierenden Verlegern im Feld der Online-Aktivitäten als „asymmetrisch“. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa sagte Burda auf den Medientagen: „Durch das hohe Gebührenaufkommen stehen ARD und ZDF auf Dauer in Konkurrenz mit den Verlagen“.
Laut dem Verleger muss geklärt werden, welche Informationen aufgrund des öffentlich-rechtlichen Auftrags im Internet verbreitet werden sollten. „Es muss definiert werden, was die für ARD und ZDF gestatteten programmbegleitenden Informationen sind und was die sogenannte Randnutzung bedeutet“, sagte Burda. „Dieses Thema könnte die EU in Brüssel noch beschäftigen.“ Die „Schieflage“ zwischen Verlegern und öffentlich-rechtlichen Sendern erfordere dringend „Regulierungsbedarf“.
Ein weiteres Problem in den Augen Burdas: Durch hohe Zuschauerzahlen im TV führten die Sender ihren Online-Plattformen viele „User“ zu. Dieser „Linking Value“ sei das eigentliche Kapital von ARD und ZDF.

Anmerkung des Bildschirmarbeiters: Dr. Burda hat natürlich recht. Hoffentlich bekommt er es auch.

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